DAS TRAINER-INTERVIEW
 

 

Interview mit Alois Michlits am 2. Juni 2007


Du bist seit Jänner 2004 Trainer beim FC Mönchhof und hast verlautbart nach dieser Saison aufzuhören. Warum gehst du nach 3,5 Jahren?

Alois Michlits: Weil ich mein angestrebtes Ziel nicht zur Gänze erreichte. Mein damaliges Konzept war auf 3,5 Jahre aufgebaut. Das erste halbe Jahre den drohenden Abstieg zu verhindern. Danach auf die viel diskutierte „Viererkette“ umzustellen. Einen modernen und attraktiven Fußball zu spielen. Und in der 3. Saison wollte ich ganz vorne mitspielen. Hätten wir den letzten Punkt auch noch geschafft, hätte ich vielleicht noch ein Jahr angehängt. So aber habe ich das Gefühl, dass ich nichts mehr bewegen kann.


Wenn du an die Zeit beim FC Mönchhof zurückdenkst, woran erinnerst du dich am liebsten?

Alois Michlits: Ich glaube es war die Saison 2004/05. Die Umstellung von Libero auf die Viererkette. Mir hat es gefallen, dass anfangs fast alle Spieler mitzogen. Obwohl uns die Zuseher schon als sichere Abstiegskandidaten sahen, zogen wir unser Vorhaben durch und erreichten letztlich den 4. Tabellenplatz.


Du hattest ja höhere Ziele mit dem FC Mönchhof. Wäre Deiner Meinung nach mehr drinnen gewesen?

Alois Michlits: Ja natürlich wäre mehr drinnen gewesen. Vor allem in dieser Saison hätten wir weiter vorne sein müssen. Unser Hauptproblem war bestimmt, dass wir keine Mannschaft waren. Es war sehr schwer, die vielen Individualisten zu einer Mannschaft zu formen. Noch dazu in einen System, wo es erforderlich ist sich unterzuordnen. Das ist sicher auch ein Hauptgrund, warum ich nicht weiterarbeiten möchte.


Der FC Mönchhof ist immer noch eine der wenigen Mannschaften im Amateurbereich, die eine Viererabwehrkette spielen. Dein Vorgänger Manfred Schmid machte die ersten Versuche mit wenig Erfolg. Warum ist es dir gelungen, dieses System erfolgreich zu spielen?

Alois Michlits: So eine Umstellung erfordert sehr viel Zeit und Trainingsaufwand. Ich glaube, dass der Manfred zu professionell dachte. Daran scheitern meist ehemalige Profispieler bei Amateurmannschaften. Er setzte Dinge voraus, die von einem Amateurspieler erst erlernt werden müssen bzw. die er gar nicht kann.


Welche Rolle kann der FC Mönchhof in Zukunft spielen? Wie schätzt du die Situation im Nachwuchs ein?

Alois Michlits: Wenn es der neue Trainer schafft, aus dem einen oder anderen Individualisten einen Mannschaftsspieler zu machen, bin ich davon überzeugt, dass die Mannschaft sicherlich ganz vorne mitspielen kann. Bezüglich Nachwuchs sehe ich eher finsteren Zeiten entgegen.


Was hast du in Zukunft vor? Machst du eine Pause oder willst du gleich wieder ins Trainergeschäft einsteigen?

Alois Michlits: Einerseits denke ich mir, nach 7 Jahren durchgehend als Trainer tätig, könnte ich schon ein paar Monate Pause benötigen. Andererseits wenn sich etwas Interessantes ergibt, werde ich sicher nicht abgeneigt sein - ich lasse das Ganze auf mich zukommen.


Willst du den Mönchhofer Fans noch etwas mitteilen?

Alois Michlits: Ich möchte mich auf diesem Weg bei allen Funktionären, Spielern, Fans und natürlich allen Homepage-Lesern für die schönen 3,5 Jahre bedanken. Mich hat’s gefreut, dass ich bei euch Trainer sein durfte. Ich wünsche dem FCM noch viel Erfolg.


Danke, Luis, für das Interview und alles Gute für deine Zukunft!! 


© Franz E. Frania am 02.06.2007